Viele ältere Menschen sind längst online: Videotelefonate mit den Enkeln, Fahrpläne nachschlagen, Bankgeschäfte erledigen. Was oft fehlt, ist eine ruhige Erklärung, welche Geräte zueinander passen und wie sich eine überladene Oberfläche wieder übersichtlich machen lässt.
Symbolbild · KI-generiert · keine Produktabbildung
90 %der 65- bis 74-Jährigen in Deutschland haben das Internet schon genutzt. Nur rund ein Zehntel war 2025 noch nie online.
Statistisches Bundesamt, IKT-Erhebung 2025
25 %der 65- bis 74-Jährigen nutzen soziale Medien aktiv. 2021 war es noch etwa jede sechste Person.
Statistisches Bundesamt, IKT-Erhebung 2025
314Erfahrungsorte im DigitalPakt Alter bieten bundesweit Unterstützung beim Ausprobieren digitaler Geräte.
BAGSO, DigitalPakt Alter
Vier Themen, die den Einstieg leichter machen
Diese Seite erklärt sachlich, welche Möglichkeiten es gibt. Sie verkauft nichts und empfiehlt kein bestimmtes Modell – dafür kennt sie Ihre Anforderungen nicht.
Interesse an Technik hört nicht mit dem Ruhestand auf
Die Vorstellung, ältere Menschen seien technikfern, hält sich hartnäckig – die amtlichen Zahlen zeichnen ein anderes Bild. Nach der Erhebung des Statistischen Bundesamtes zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien waren 2025 in der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen rund zehn Prozent noch nie online. Umgekehrt heißt das: Neun von zehn Personen dieser Altersgruppe haben das Internet bereits genutzt.
Gleichzeitig zeigen die Daten, dass die Nutzung mit steigendem Alter abnimmt und dass Besitz eines Geräts nicht automatisch heißt, dass alle Möglichkeiten auch genutzt werden. Genau dort setzen Bedienhilfen und Lernangebote an.
Hilfreich ist ein nüchterner Blick auf die eigene Situation: Was soll das Gerät können? Wer telefonieren und gelegentlich Nachrichten schreiben möchte, braucht etwas anderes als jemand, der Fotos verschicken, Videoanrufe führen und Fahrkarten kaufen will. Aus dieser Antwort ergibt sich fast von selbst, welches Gerät passt.
Kein Verkauf, keine Empfehlung einzelner Modelle. Diese Website ist ein Informationsangebot. Ob ein Gerät zu Ihnen passt, hängt von Sehkraft, Feinmotorik, Vorerfahrung und den Aufgaben ab, die Sie damit erledigen wollen. Verbindliche Angaben zu Ausstattung und Eignung machen nur die Hersteller.
Einfaches Gerät oder vereinfachtes Gerät?
Beide Wege führen zu einer übersichtlichen Bedienung. Sie unterscheiden sich darin, wie viel später noch möglich ist.
Ein Gerät mit großen Tasten
Sinnvoll, wenn vor allem telefoniert wird, das Tastengefühl wichtig ist oder ein Touchscreen Schwierigkeiten bereitet. Der Funktionsumfang ist bewusst begrenzt und lässt sich später nicht erweitern.
Aktuelle Geräte bringen Bedienhilfen mit, die Schrift und Symbole vergrößern und den Startbildschirm auf wenige Apps reduzieren. Wächst der Bedarf, lässt sich die Einstellung jederzeit wieder zurücknehmen.
Der größere Bildschirm erleichtert Lesen und Videotelefonie. Für unterwegs bleibt ein Telefon nötig – viele Haushalte nutzen deshalb beides nebeneinander.
Braucht man im Alter ein spezielles Seniorenhandy?+
Nicht zwingend. Viele gängige Smartphones lassen sich über eingebaute Bedienhilfen deutlich vereinfachen. Ein Gerät mit großen Tasten kann sinnvoll sein, wenn vor allem telefoniert wird oder die Feinmotorik eingeschränkt ist. Welche Lösung passt, hängt von den eigenen Anforderungen ab.
Was unterscheidet ein Seniorenhandy von einem vereinfachten Smartphone?+
Ein Seniorenhandy ist ein eigenes Gerät, das von vornherein auf wenige Funktionen ausgelegt ist. Ein vereinfachtes Smartphone ist ein normales Gerät, dessen Oberfläche über Einstellungen reduziert wurde. Der Funktionsumfang bleibt dabei erhalten und kann später wieder erweitert werden.
Wo finde ich Hilfe beim Einstieg?+
Bundesweit gibt es kostenfreie Anlaufstellen. Der DigitalPakt Alter des Bundesfamilienministeriums und der BAGSO fördert Erfahrungsorte, an denen ältere Menschen digitale Geräte ausprobieren können. Der Digital-Kompass richtet sich an Menschen ab 60 Jahren. Mehr dazu auf der Seite Hilfe vor Ort.
Wie schütze ich mich vor Betrug im Internet?+
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt als Grundschutz eine Bildschirmsperre mit PIN oder Fingerabdruck sowie zeitnah installierte Updates. Bei unerwarteten Anrufen oder Nachrichten, die zu schnellem Handeln drängen, ist Zurückhaltung angebracht. Ausführlicher auf der Seite Sicher im Netz.
Verwendete Quellen
Alle Zahlen und technischen Beschreibungen auf dieser Seite stammen aus öffentlich zugänglichen Veröffentlichungen der genannten Stellen.